Was ist NFC? Technik und NFC-Visitenkarten erklärt

Erfahre, wie NFC funktioniert, wie du es auf iPhone und Android nutzt und wie eine NFC-Visitenkarte dein digitales Profil öffnet.

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Die kurze Antwort

NFC bedeutet Near Field Communication. Die Technik überträgt Informationen über eine kurze Entfernung. Bei einer NFC-Visitenkarte liest ein kompatibles Smartphone den Link auf dem Chip und öffnet darüber deine digitale Visitenkarte. Die Karte braucht keine Batterie; zum Öffnen des Online-Profils benötigt das Smartphone Internet.

In diesem Artikel

Wofür wird NFC verwendet?

NFC steht für Near Field Communication, also Kommunikation im Nahbereich. Die Technik überträgt Informationen über eine kurze Entfernung. Du kennst sie vielleicht vom kontaktlosen Bezahlen. Sie kann aber auch einen Link öffnen oder eine vorbereitete Aktion auslösen.

  • Bezahlen: Halte ein geeignetes Smartphone oder eine Bezahlkarte an ein Terminal.
  • Kontaktdaten teilen: Halte ein Smartphone an eine NFC-Visitenkarte, um das digitale Profil zu öffnen.
  • Informationen abrufen: Ein NFC-Tag auf einem Produkt kann zur Anleitung führen.
  • Aktionen starten: Ein eingerichteter Tag kann über eine passende App einen Kurzbefehl auslösen.

Die Anwendung muss zur Karte, zum Gerät und zur Einrichtung passen. NFC einzuschalten reicht beispielsweise nicht aus, um mit dem Smartphone zu bezahlen. Dafür musst du auch einen unterstützten Zahlungsdienst einrichten.

So funktioniert NFC

In einer NFC-Karte befinden sich ein Chip und eine Antenne. Hältst du ein geeignetes Smartphone nah genug daran, liest es die gespeicherten Informationen aus. Das kann ein Link zu einer Website sein.

Passive Tags wie die NTAG-Chips von NXP beziehen die benötigte Energie aus dem Lesegerät. Die Karte braucht dafür keine eigene Batterie.

Bei einer NFC-Karte mit einem Weblink gehst du so vor:

  1. Entsperre dein Smartphone und halte es nah an die Karte.
  2. Das Smartphone liest den Link auf dem Chip.
  3. Öffne die angezeigte Benachrichtigung. Je nach Gerät öffnet sich die Seite auch direkt.
NFC-Visitenkarte an der Oberkante eines iPhones mit geöffnetem digitalen Profil

Das Smartphone liest den Link auf der NFC-Visitenkarte. Über diesen Link öffnet sich das digitale Profil.

Halte das Smartphone wenige Zentimeter von der Karte entfernt. Die genaue Reichweite hängt von Gerät und Tag ab. Die Position der Antenne ist wichtiger als Druck: Du musst die Karte nicht fest gegen das Smartphone pressen.

Chip, Tag und Lesegerät

Diese drei Begriffe begegnen dir häufig:

  • NFC-Chip: das elektronische Bauteil in der Karte oder im Aufkleber.
  • NFC-Tag: Chip und Antenne zusammen.
  • NFC-Lesegerät: das Gerät, das den Tag ausliest, zum Beispiel dein Smartphone.

Für eine NFC-Visitenkarte brauchst du normalerweise kein separates Lesegerät. Dein Smartphone muss jedoch NFC unterstützen und die Daten auf der Karte lesen können. Ein geschützter Zugangsausweis funktioniert anders als eine Karte mit einem frei lesbaren Weblink.

NFC auf iPhone und Android nutzen

iPhone

Auf dem iPhone XS, XR und neueren Modellen musst du NFC zum Lesen eines Weblinks nicht gesondert einschalten. Halte die Oberkante des entsperrten iPhones an den Tag und tippe auf die Benachrichtigung. Apple beschreibt dieses Verhalten als Lesen von NFC-Tags im Hintergrund.

Bei älteren Modellen unterscheidet sich die Unterstützung. Prüfe die Hinweise für dein Gerät, wenn keine Benachrichtigung erscheint.

Android

Suche in den Einstellungen nach NFC und aktiviere die Funktion. Auf einem Google Pixel findest du sie unter den Verbindungseinstellungen. Die Bezeichnung kann je nach Hersteller und Android-Version abweichen.

Entsperre das Smartphone und halte seine Rückseite nah an die Karte. Bewege es langsam, bis du die richtige Position gefunden hast. Fehlt die NFC-Einstellung, prüfe beim Hersteller, ob dein Modell NFC unterstützt.

App und Internetverbindung

Viele aktuelle Smartphones können einen NFC-Tag mit einem Weblink ohne zusätzliche Scanner-App lesen. Für besondere Tags oder zum Beschreiben eines Tags kann eine eigene App nötig sein.

Das Lesen des Chips braucht kein Internet. Um die Website hinter dem Link zu öffnen, benötigt das Smartphone allerdings eine Verbindung. Bei einer NFC-Visitenkarte ist deshalb WLAN oder Mobilfunk erforderlich, um das vollständige Online-Profil anzuzeigen.

NFC, QR-Code und Bluetooth im Vergleich

NFC und QR-Codes können auf dasselbe digitale Profil verweisen. Der Unterschied liegt darin, wie dein Gegenüber den Link öffnet.

TechnikBeispiel
NFCEine digitale Visitenkarte öffnen, indem man das Smartphone an die physische Karte hält.
QR-CodeEinen Code mit der Kamera scannen und den angezeigten Link öffnen.
BluetoothMusik vom Smartphone an kabellose Kopfhörer übertragen.

Für eine digitale Visitenkarte brauchst du keine Bluetooth-Kopplung. Bei Tapify öffnen NFC-Karte und QR-Code das Profil im Browser.

Sicher mit NFC-Links umgehen

Prüfe einen unbekannten NFC-Link genauso sorgfältig wie einen unbekannten QR-Code. Kontrolliere die Webadresse, bevor du persönliche Informationen eingibst. Die geringe Entfernung zwischen Karte und Smartphone sagt nichts darüber aus, ob die verlinkte Website vertrauenswürdig ist.

Kontaktlose Zahlungen haben zusätzliche Schutzmechanismen. Ein gewöhnlicher NFC-Tag mit einem Link bietet nicht automatisch denselben Schutz. Speichere deshalb keine Passwörter oder vertraulichen Daten auf einem frei lesbaren Tag.

Wenn die NFC-Karte nicht reagiert

  • Keine Reaktion: Entsperre das Smartphone, prüfe die NFC-Einstellung und verändere die Position zur Karte.
  • Dicke Hülle oder andere Karten dazwischen: Entferne sie testweise. Vor allem Metall kann stören.
  • Link erkannt, aber Seite lädt nicht: Das Auslesen hat funktioniert. Prüfe Internetverbindung und Webadresse.
  • Nur eine bestimmte Karte funktioniert nicht: Der Tag könnte leer, beschädigt oder für dein Gerät ungeeignet sein.

Hat die Karte zusätzlich einen QR-Code, kannst du damit das Profil öffnen. So bleibt eine Alternative, wenn NFC nicht verfügbar ist.

Eine NFC-Visitenkarte im Unternehmen einsetzen

Eine Tapify NFC-Visitenkarte öffnet deine digitale Visitenkarte im Browser. Dein Gegenüber braucht weder die Tapify-App noch ein Konto. Die Karte bleibt bei dir und lässt sich bei weiteren Gesprächen wieder verwenden.

Ändern sich Telefonnummer oder Position, aktualisierst du dein Online-Profil. Die physische Karte kann weiter auf dasselbe Profil verweisen. Aufgedruckte Angaben und bereits heruntergeladene Kontakte ändern sich dadurch nicht automatisch.

Mit Tapify Teams können Unternehmen Mitarbeiterkarten und Markendesign zentral verwalten. Die physischen NFC-Karten sind optional und werden separat gekauft. Teams funktioniert auch mit QR-Code, Link und Wallet.

Beim Antippen werden Kontaktdaten nicht automatisch ausgetauscht. Dein Gegenüber entscheidet selbst, ob es Angaben über das Formular teilt und deinen Kontakt speichert.

Häufige Fragen zu NFC